Donnerstag, 23. Juni 2011

Ein kleines Stück Alltag!


Mein Alltag ist für mich oft das, was für die meisten anderen Menschen der absolute Ausnahmezustand bedeutet.





































Als Fachkrankenschwester auf einer interdisziplinären Intensivstation erlebe ich hinter den Türen eine andere Welt, und habe in den Jahren gelernt, diese Türen auch hinter mir schließen zu können!











Manchmal k*tzt er uns aber an, unser Alltag. Alles ist jeden Tag irgendwie, wie immer. Gähn! Wir sehnen uns nach spannender Abwechslung, herrausfordernden Aufgaben, lustigen Neubekanntschaften, einem Tapetenwechsel.




Und dann gibt es Momente, da wünschen wir ein wenig Routine herbei. Da würden wir viel darum geben, in einer vertrauten Umgebung, ruhig und relaxed unseren Lieblingstee trinken zu können und beruhigt zu fühlen ... Vertrautheit ... dass eigentlich alles wie immer ist. Dass eigentlich alles wie immer wunderbar perfekt ist. Unsere kleine Insel der Rettungunserer Alltag eben.




Wie immer er auch sein mag, unser Alltag ... oft können wir ihm nicht entfliehen, oft will er sich einfach nicht einstellen. Wir lernen mit und in ihm zu lebenAber so traurig wie sich dieser Post liest, ist mein Alltag ja gar nicht.

Es gibt auch viele schöne und lustige Momente auf einer Intensivstation, viel Freude und Liebe, viel Nettes und Schönes, viel Aufregendes und ganz viel Leben!

Mehr Alltägliches kann man bei Frau Pimpinella bewundern!







Kommentare:

  1. deine Bilder haben mich sehr berührt, ich kenn es von der Elternseite, glücklicherweise konnten wir nach 21 Tagen mit einem gesunden Kind nach Hause gehen, aber die Erinnerung daran kommt immer wieder hoch, vor allem bei solchen Bildern... und dann sind wir unendlich dankbar, über die großartige Betreuung!
    GLG Andrea

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  2. Wow, wirklich tolle Bilder - haben mich sehr bewegt - und doch kann ich als Angehörige sagen, das man sogar während einer Komazeit etwas wie Alltag auf der Intensiv verspürt. Danke für deinen Beitrag, Lg Jenny

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  3. Uff, heftiger Post. Gestern abend sind wir noch an der Uniklinik in Düsseldorf vorbeigefahren... und irgendwie gruselte mich selbst der Anblick von außen ein wenig... Aber sicher, es gehören sicher auch viele gute Momentan dahin...wie Du schreibst!

    Lieben Gruß in die Nachbar-Nachbarstadt...vom KleinenLieschen Andrea

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  4. Ein wunderbarer Beitrag, ich bin richtig bewegt. Herzliche Grüße, Nina

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  5. Liebe Marion,

    das ist ein wunderschöner Post - der genau das beschreibt was es ist - Alltag. Da wird geboren, gestorben, geliebt, gelacht, geweint, gefunden, verlassen und und und.....

    Danke für einen Einblick in Deinen Alltag....

    Grüsse, Manuela

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  6. Ich kann dich gut verstehen. bin im wirklichen leben auch krankenschwester, aber in der notfallambulanz. man erlebt viel leid, aber umsomehr freut man sich, wenn die menschen einem dann ihre dankbarkeit zeigen & ich finde, menschen zu helfen ist ein großes glück. :) lg, evi

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  7. Liebe Marion, was für ein schöner Post. Erst vor kurzem habe ich einen solchen "Lebensraum" (als Angehörige) selbst zum ersten Mal betreten müssen und war geschockt von der Intensität dieser Station und der Leute, denen mal dort begegnet. Ich bewundere die Menschen, die dort arbeiten und mit kleinen Gesten und Wörtern so viel Mut und Hoffnung verschenken und möchte dir einmal stellvertretend für diese Berufsgruppe ein großes "Danke schön" aussprechen.
    LG Astrid

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  8. Dies ist für mich ein bedrückender Alltag... gut wenn Du die Türe hinter Dir schließen kannst, ich weiß nicht, ob ich diese Kraft hätte!!

    alle Achtung
    michaela

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Ich freue mich über alles was Du zu sagen hast.